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Mercedes Vision EQXX: E-Forschungsauto mit 1000 Kilometern Reichweite

1000 Kilometer weit soll er ohne Ladestopp fahren können, der Vision EQXX. Daimler-Technologievorstand Schäfer hat das neue Forschungsauto jetzt vorgestellt. Was bisher bekannt ist.

Mercedes-Benz hat ein neues Elektro-Forschungsauto mit hoher Energieeffizienz vorgestellt. Der Vision EQXX könne im normalen Straßenverkehr mit einer einzigen Batterieladung mehr als 1000 Kilometer weit fahren, teilte Daimler-Vorstand Markus Schäfer am Montag bei einer Telefonkonferenz mit. Komponenten und technische Details des Autos könnten in zwei bis drei Jahren in künftigen Serienfahrzeugen zu sehen sein.

Schäfer, der als Chief Technology Officer verantwortlich ist für Entwicklung und Einkauf, sagte, das Auto solle in wenigen Monaten auf der Straße erprobt werden: „Wir werden die 1000 Kilometer jetzt zeigen“, sagte der Daimler-Manager mit Blick auf die angekündigte Reichweite.

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius sagte laut einer Mitteilung, das Forschungsfahrzeug zeige, „wie wir uns die Zukunft des Elektroautos vorstellen“. Es habe eine Batterie, die in einen Kleinwagen passen würde.

Tatsächlich soll die Batterie im EQXX nur halb so groß und fast ein Drittel leichter als herkömmliche Batterien sein. Der Energieinhalt bleibe aber dank einer um 20 Prozent erhöhten Energiedichte nahezu gleich, sagt Daimler.

Neben der Batterie will Daimler auch mit der Aerodynamik und der Ausstattung dazu beitragen, ein leichtes und damit energieeffizientes Auto zu konstruieren. Der Konzern selbst schreibt sich in Fragen der Aerodynamik und dem Gewicht Bestwerte zu.

Das Gewicht des Fahrzeuges reduzieren sollen auch neue Materialien. Die Türgriffe sind beispielsweise aus synthetischer Seide, die Teppiche im Innenraum aus Bambusfasern. Statt Leder setzt Daimler Oberflächen auf Kaktusbasis ein. Auf dem Dach will der Autobauer mit Hilfe von Solarpaneelen das Batteriesystem mit Energie versorgen.

Schäfer äußerte sich auch zur Chipkrise. Der Mangel an Halbleitern wird nach seiner Einschätzung im ersten Halbjahr andauern. „Das wird uns weiter begleiten.“ In der zweiten Jahreshälfte könnte sich die Lage jedoch möglicherweise etwas entspannen. Der Mangel an Halbleitern und anderen Elektronikbauteilen ist ein Problem für die gesamte Automobilbranche und führte bereits bei mehreren Herstellern zu Produktionseinschränkungen.

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Karsten Schwanthaler

Autoenthusiast, Blogger, professioneller Rennfahrer

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