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Von wegen Verbrenner-Aus! Diese neuen Benziner und Hybride kommen 2022

Ferrari-SUV, BMW 7er, Opel Astra

Das Elektroauto ist auf dem Vormarsch - aber nicht nur auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind noch klassische Antriebe gefragt. Auch bei Neuwagen gibt es trotz eines deutlich ausgedünnten Angebots ein paar Kracher. FOCUS Online zeigt die Highlights 2022.

Die Fans der Zylinderköpfe und Kurbelwellen können sich über einige interessante Neuigkeiten freuen. Vor allem südlich der Alpen scharren SUVs mit den Rädern. FOCUS Online zeigt, warum sich nicht nur Elektroauto-Fans auf das Autojahr 2022 freuen dürfen.

Ferrari Purosangue

Ferrari macht um den ersten Crossover der Firmengeschichte wie üblich ein großes Geheimnis. Mit Purosangue (Vollblut) steht der Name bereits fest. Die dürftigen Informationen, die aus Maranello herausdringen, lassen auf eine Frontmotor-Plattform mit einem hybridisierten V6-Motor und der Transaxle-Bauweise schließen.

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Geht man vom Ferrari 296 GTB, der mit V6-Power und Hybridtechnik auf 830 PS Systemleistung kommt, dürfte der Ferrari-Crossover schon aus reinem Selbstverständnis des Edel-Autobauers in ähnliche Regionen vorstoßen. Alleine, um dem Lamborghini Urus in die Schranken zu weisen.

Maserati Grecale

Leistungsmäßig etwas kleinere Brötchen backt Maserati mit dem Grecale, der nach einem Mittelmeerwind benannt ist. Technisch ist der Dreizack verwandt zum Alfa Romeo Stelvio, übertrifft diesen aber mit 4,85 Meter Länge um 16 Zentimeter. Die Antriebsvielfalt dürfte mit dem Vierzylinder MHEV und 221 kW / 300 PS aus dem Ghibli beginnen, ein Sechszylinder ist ebenso gesetzt, ob ein Achtzylinder den Weg in den Grecale findet, ist noch nicht raus.

Alfa Romeo Tonale

Alfa Romeo bedient sich bei Jeep und nutzt die Technik des Compass, um den Crossover Tonale auf die Straße zu bringen. Also stammen auch die Motoren und die Hybridisierung vom Ami-Bruder. Im ähnlichen Segment bewegt sich der BMW X1, dessen dritte Generation optisch dynamischer daherkommt.

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Dacia Jogger

Das ist noch lange nicht alles, was an Crossover und SUVs im Jahr 2022 auf uns zurollt. Der Dacia Jogger ist mehr Van mit der Optik eines Crossovers und will aus seiner 4,55 Metern Länge das Beste machen.

Mercedes GLC

Eine andere Klientel spricht der Mercedes GLC an, der vermutlich nur noch elektrifiziert zu haben sein wird: angefangen von der Mildhybridisierung bis hin zum Plug-in-Hybriden. Äußerlich dürften sich die Veränderungen in Grenzen halten. Aber beim Cockpit wird das SUV sich bei der neuen C-Klasse-Limousine bedienen und ein deutlich moderneres Infotainmentsystem erhalten.

Citroën C5 X

Der Citroën C5 X ist mehr Crossover als SUV, bietet aber mit 4,81 Metern Platz. Crossover statt reinrassiger Limousine heißt es auch bei Ford, wo der Evos den Mondeo ersetzen wird und damit zum direkten Konkurrenten des Franzosen avanciert. Ein ähnliches Konzept verfolgt die französische Konzernschwester Peugeot mit dem 308, den es ab Herbst auch in der hochstelzigen Version geben wird.

Range Rover

Bei den Nobel-Kraxlern tut sich im nächsten Jahr einiges. Die fünfte Generation der britischen SUV-Ikone führt beim Antlitz das Design des Vorgängers fort. Anders beim Heck, wo schmale LED-Elemente und die mittlerweile von Automobil-Formgebern gerne genommene Querspange. Zur Auswahl stehen zwei Längen: 5,05 Meter und 5,25 Meter. Bei den Motoren setzen die Briten interessanterweise auf Aggregate aus dem BMW-Regal. Los geht es vermutlich ab Mitte 2022 ab 121.200 Euro.

BMW X8

BMW kontert mit dem sportlichen SUV-Coupé X8, von dem es später auch eine elektrifizierte M-Version geben wird. Auffällig beim BMW X7-Bruder ist die neue Front mit seht schmalen Scheinwerfer-Schlitzen und sehr auffälligen gerahmten Lufteinlässen.

Audi Q9

Was BMW recht ist, ist Audi nur billig. Allerdings zielt der Audi Q9 aufgrund seiner Abmessungen eher auf den BMW X7 und den Mercedes GLS. Dass das SUV einen leistungsstarken Plug-in-Hybrid bekommt, scheint sicher, auch der V8-Turbo wird in dieser Fahrzeugklasse als angemessen betrachtet.

BMW 7er

Der neue BMW 7er ist dann eher die klassische Business-Limousine. Das Münchner Flaggschiff mit dem internen Code G70 steht auf einer neuen Architektur und muss mit einigen technische Neuheiten aufwarten, um mit der Mercedes S-Klasse mithalten zu können. Ganz oben auf der Liste dürften autonome Fahrfunktionen stehen, die ja BMW ursprünglich als Level 3 beim SUV iX angekündigt hatte, aber dann zurückrudern musste.

AMG C 63 / S 63

Die Mercedes S-Klasse ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und legt mit dem AMG S 63 leistungsmäßig eine ganze Schippe drauf. Das Topmodel wird es aber nur noch als PHEV geben. Die Kombination aus V8-Benziner und kräftigen Elektromodul dürfte die 700 PS Marke knacken und damit den Abschied vom S65 leichter machen. Noch radikaler wird der Schnitt beim Mercedes AMG C63, den es ebenfalls nur noch als Plug-in-Hybrid geben wird. Statt acht Zylinder versehen jetzt nur mehr vier ihren Dienst. Dank des gut genährten Elektromotors soll es bei der Leistung keine Einbußen geben. Allerdings dürfte das Gewicht nach oben schnellen und ob die AMG-Fans einen C63 mit vier Töpfen akzeptieren, steht noch in den Sternen.

BMW M3 Touring

Diese Diskussionen lassen sie bei BMW in München beim BMW M3 Touring erst gar nicht aufkommen. Der Power-Kombi wird, wie es bei der Limousine der Fall, ist entweder 353 kW / 480 PS leisten oder in der Competition Variante 375 kW / 510 PS und Allradantrieb haben. Damit ist der Münchner PS-Hunger noch lange nicht gestillt. Wir freuen uns auf den puristischen BMW M2 mit Hinterradantrieb und rund 309 kW / 420 PS. Der Über M4 mit dem traditionsbehafteten Zusatz CSL (Coupé, Sport, Leichtbau) dürfte mit 405 kW / 550 PS auf die Hinterachse einprügeln.

Opel Astra Sports Tourer

Auch den Opel Astra wird es als Sports Tourer und Limousine geben. Wie weit die Leistungsreise geht, steht noch in den Sternen. Immerhin zeigt der Peugeot 508, dass auf der EMP2-Plattform von Opel, Peugeot und Co. (alle gehören ja jetzt zum Stellantis-Konzern) als Power-PHEV 265 kW / 360 PS machbar sind. Dann wäre der Astra GSe doch mal eine echte Alternative zum Golf R.

Honda Civic

Eine dynamische R-Version wird es vom neuen Honda Civic ebenfalls geben, die vermutlich um die 221 kW / 300 PS haben wird. Aber zuvor werden die zivilen Versionen des Nippon-Golfs im Herbst zu den Händlern rollen. Die elfte Civic-Generation kommt als Limousine und als Schrägheckvariante.

AMG One: So klingt Mercedes’ Hybrid-Supersportler

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AMG One

Bei den Sportlern rollt der mit Formel-1-Technik elektrifizierte Mercedes-AMG One endlich mit über 735 kW / 1.000 PS zu den Händlern. Vor allem die Abstimmung der Elektromotoren und der Fahrdynamikeingriffe war sehr komplex. Der verspätete Start dürfte aber nichts daran ändern, dass der Hypersportler ein Erfolg wird.

Porsche 718 Cayman GT4 RS

Nur wenige Kilometer weiter versorgt Porsche seine Fans mit agilen Leckerbissen, wie dem Porsche 718 Cayman GT4 RS. Das Topmodell der Mittelmotorsportwagenreihe bekommt den grandiosen Vierliter Sechszylinder aus dem 911 GT3 mit 368 kW / 500 PS und wiegt nur 1.415 Kilogramm. Damit ist nach 3,4 Sekunden aus dem Stand die 100-km/h-Marke geknackt und der Top-Cayman darf weiter sprinten bis 315 km/h. Mit einem Grundpreis von 141.338 Euro ist dieser Cayman alles andere als günstig, aber der Porsche 911 GT3 RS wird kleinen Bruder nicht nur im Preis und dem riesigen Heckspoiler, sondern auch bei der Motorleistung deutlich übertreffen. Unter 405 kW / 550 PS wird es der frei saugende Sechsender nicht machen.

Bei 180 wird der Hengst kastriert: Ist der Elektro-Mustang Muscle Car oder Müsli Car?

FOCUS Online Bei 180 wird der Hengst kastriert: Ist der Elektro-Mustang Muscle Car oder Müsli Car?

Ford Mustang

Und weil wir gerade bei archaischen-klassischen Motoren sind, folgt gleich eine bittere Pille für die Ford Mustang-Fans. Das weltberühmte Muscle Car bekommt zwar wieder einen Fünfliter-Achtzylinder-Motor (Codename Coyote), der aber aufgrund der strengen Abgasnormen circa zehn PS weniger haben wird als bisher. Wobei 324 kW / 440 PS immer noch ausreichend sind.

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Karsten Schwanthaler

Autoenthusiast, Blogger, professioneller Rennfahrer

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